Unerfüllter Kinderwunsch

 

Kinderlos wider Willen

Alles könnte so schön sein. Man hat den Partner fürs Leben gefunden und will nun eine Familie gründen, hegt einen starken Kinderwunsch. Man probiert es monatelang, doch nach einem Arztbesuch kommt die Wahrheit ans Licht: Mann oder Frau kann keine Kinder bekommen. Gemeinsamen Nachwuchs zu bekommen, ist nicht möglich, da entweder die Frau unfruchtbar ist oder der Mann zeugungsunfähig.

In seltenen Fällen kommt es wie durch ein Wunder doch noch zu einer Schwangerschaft, doch meist bleibt man ungewollt kinderlos. Ist das über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hinweg der Fall, spricht man von ungewollter Kinderlosigkeit. Ein Phänomen, von dem etwa 10% der Paare mit Kinderwunsch befallen sind (das sind über 1 Million aller Deutschen), Tendenz steigend.

Für Unfruchtbarkeit kann es verschiedenste Ursachen geben. Zum einen kann die Ursache in hormonellen Störungen liegen. Hierbei werden die Ei- oder Spermazellen nicht mit den zur Befruchtung jeweils notwendigen Hormonen versorgt. Ein Grund, der ebenfalls viel Gewicht hat, sind die psychischen Faktoren wie beispielsweise Stress. Treten solche Dinge in stark belastender Form auf, kann der Körper dadurch so negativ beeinflusst werden, dass es zur Unfruchtbarkeit kommt. Zusätzlich spielen mögliche Krankheiten, darunter natürlich auch Geschlechtskrankheiten, eine große Rolle.

Um dem eigenen Kinderwunsch schließlich doch noch gerecht zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich meist im Bereich der Reproduktionsmedizin bewegen. Hier sei die Invitrofertilisation erwähnt, auch als künstliche Befruchtung bezeichnet. Dabei werden der Frau Eizellen entnommen, die dann im Reagenzglas mit dem Sperma des Mannes befruchtet werden. Das setzt natürlich voraus, dass die Ei- sowie Spermazellen auch die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Befruchtung haben.

Liegt die ungewollte Kinderlosigkeit also in einer dieser beiden Dinge begründet, ist die Invitrofertilisation so nicht möglich. Weitere Möglichkeiten stellen das Stimulieren der Eizellen durch Hormone, die Samenübertragung oder aber die Gewinnung von Sperma direkt aus dem Hoden dar.